Dresden – [–>Guten Morgen, Polizei! Staatsschutz-Razzia in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Sieben mutmaßlich Linksextreme (20 bis 35 Jahre) sollen vermummt mit Sturmmasken einen bekannten Rechtsextremen aus Sachsen angegriffen und verletzt haben. Zudem sollen die Tatverdächtigen (alle deutsch) eine Frau mit einer Waffe und einem Schlagstock bedroht haben.
Nach der Festnahme der linksextremen Hammerbande, die gewaltsam gegen Rechtsextreme vorging, war erst einmal Ruhe eingekehrt. Doch im Sommer 2025 war der Kampf der extremen politischen Lager plötzlich in Dresden zurück auf offener Straße. Wie BILD aus Sicherheitskreisen erfuhr, will die Soko LinX im Landeskriminalamt Sachsen mit den gezielten Razzien das Entstehen einer neuen Bande verhindern.
Vermummte Linksextreme griffen Neonazi an
Im August 2025 hatte der bekannte Neonazi Max Schreiber (39) mit vier Begleitern eine Bierkneipe im linken Dresdner Szeneviertel Neustadt besucht. Beim Verlassen soll seine Gruppe von Linksextremen angegriffen worden sein. „Dabei sollen sie sich mit Sturmmasken vermummt und mit Bierflaschen nach den Geschädigten geworfen haben“, so Staatsanwältin Rebecca Gahse (27). Der Rechtsextreme soll durch Splitter verletzt worden sein, zudem traf ihn ein Ellbogen im Gesicht. Er und seine Bekannten konnten fliehen.
Ziel des Angriffs der Linksextremen: der Rechtsextreme Max Schreiber (39)
In derselben Nacht attackierten Linksextreme eine weitere Gruppe im Kneipenviertel. Die Angegriffenen konnten in einem Auto fliehen, auf das Auto wurde eingetreten. Doch eine Frau aus der Gruppe blieb zurück. Sie wurde anschließend mit einem Schlagstock und einer Waffe bedroht, mit Flaschen beworfen. Die Angreifer riefen nach BILD-Informationen: „Nimm deine Nazi-Freunde und verpisst euch!“ Sie rettete sich in eine Bar.
Insider berichten, dass der vorbestrafte Neonazi Max Schreiber vor und auch nach dem Angriff immer wieder in Dresden mit Auftritten provozierte, u. a. gezielt im linken Szeneviertel eine Demo anmeldete und den Konflikt anheizte. Die Versammlung musste mit großem Polizeiaufgebot gegen Proteste abgesichert werden. Schreiber sitzt auch für die rechtsextremen Freien Sachsen im Stadtrat seines Wohnortes Heidenau, hatte hier zuletzt auch für das Stolperstein-Verbot mitgestimmt.
In Rostock rückte die Polizei in der Friesenstraße zur Durchsuchung an
Die Staatsanwaltschaft Dresden und der Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermitteln u. a. wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung. Da die Tatverdächtigen aus dem ganzen Land kommen, wurde auch in weiteren Bundesländern nach Beweismitteln wie der Waffe und dem Schlagstock gesucht.