米国とイラクの兵士たち: Ende einer 23-jährigen Militärmission

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Bagdad/Washington – [–>Nach mehr als zwei Jahrzehnten ist Schluss: Die letzten US-Soldaten haben am Mittwoch den Irak verlassen. Damit endet eine Militärmission, die 2003 mit dem Kriegseinsatz „Operation Iraqi Freedom“ begann. Damals marschierten die USA und ihre Verbündeten in den Irak ein, um Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Mehr als 23 Jahre nach dem Start der Kämpfe ist die amerikanische Militärpräsenz im Land damit Geschichte.

Der Kriegsgrund stellte sich als falsch heraus

Der ursprüngliche Grund für den Angriff: Die Regierung von US-Präsident George W. Bush warf Saddam Hussein damals vor, über Massenvernichtungswaffen zu verfügen und eine Gefahr für die internationale Sicherheit darzustellen. Später stellte sich heraus: Solche Waffen wurden nie gefunden.

Saddam Hussein wurde nach dem Sturz seines Regimes im Dezember 2003 in einem Erdloch nahe Tikrit festgenommen. Ein irakisches Gericht verurteilte ihn zum Tode. Ende 2006 wurde der langjährige Machthaber hingerichtet.

Historisch: Irak-Diktator Saddam Hussein (M, unten) wird 2003 von US-Soldaten in der Nähe von Tikrit in einem Erdloch festgenommen

Foto: epa/dpa

Krieg forderte Tausende Tote

Der Krieg forderte einen hohen Preis. 4431 US-Soldaten kamen im Irak ums Leben. Tausende weitere wurden verletzt.

Der Konflikt stürzte das Land in jahrelanges Chaos. Später eroberte die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) weite Teile des Landes. Die USA hatten ihre Truppen zwar bereits 2011 abgezogen, kehrten aber 2014 zurück, um die irakischen Streitkräfte im Kampf gegen den IS zu unterstützen. Zuletzt waren nur noch einige Hundert US-Soldaten im Norden des Irak stationiert.

Ein zerstörter US-Kampfpanzer vom Typ Abrams. Irakische Behörden zeigten 2003 Journalisten den Panzer und erklärten, er sei bei heftigen Gefechten südlich des Zentrums von Bagdad zerstört worden

Foto: picture-alliance/dpa/dpaweb

Milizen froh über den Abzug

Heute wird der Irak von einer gewählten Regierung unter Ministerpräsident Ali al-Zaidi geführt. Die Regierungen in Washington und Bagdad hatten bereits 2024 vereinbart, die verbliebene US-Militärmission auslaufen zu lassen.

Der Abzug wird vor allem von iranfreundlichen Milizen als Sieg gefeiert. Gleichzeitig warnen Sicherheitsfachleute vor einem möglichen Machtvakuum. Sie befürchten, dass der Iran seinen Einfluss weiter ausbauen und die geschwächte Terror-Miliz IS die Lage für ein Comeback nutzen könnte.

Deutschland ist noch im Irak

Und die Bundeswehr? Deutschland bleibt vorerst im Irak. Deutsche Soldaten beteiligen sich weiterhin an Ausbildungs- und Beratungsmissionen für irakische Sicherheitskräfte und an der NATO-Mission im Land. An Kampfeinsätzen ist die Bundeswehr dort nicht beteiligt.



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